Adalbert Erndl löst Ludwig Einhell als Vorsitzender beim Kolpinghaus Osterhofen ab

Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung beim Hausbauverein – Einhell 30 Jahre im Amt

Osterhofen (kök) Ludwig Einhell ist nicht müde geworden, aber er hat sein Amt in jüngere Hände abgegeben, das war die große Veränderung in der Versammlung vom Verein „Kolpinghaus Osterhofen e .V.“ am vergangenen Dienstag im Kolpinghaus. Adalbert Erndl wird nun die Geschicke des Bildungs- und Begegnungszentrums in Osterhofen leiten, wobei Einhell nach wie vor als Unterstützung im Übergang begleitend tätig ist und er kümmert sich auch noch um die Anschaffung von neuen Stühlen für den Saal.

Ludwig Einhell begrüßte besonders Diözesanpräses Peter Meister und Harald Binder, den Geschäftsführer vom Kolpingwerk Passau sowie den Ortspräses und 2. Vorstand vom Kolpinghaus Stadtpfarrer Hans Herlinger. Außerdem galt sein Gruß und Dank der Kirchenverwaltung und den fleißigen Helfern der Kolpingsfamilie, die für den Unterhalt des Gebäudes Sorge tragen. Im
Geschäftsbericht erwähnte Einhell kurz die Geschichte des Kolpinghauses, welches vor 30 Jahren an dieser Stätte in den Seewiesen erbaut wurde. Vorher war das alte Kolpinghaus in der Kolpingstraße über 33 Jahre die Heimat der Kolpingsfamilie (KF), der Pfarrei und aller übrigen Gruppierungen und Vereine in Osterhofen. Seit drei Jahrzehnten ist das neue Kolpinghaus immer wieder erweitert worden. Da wurde eine Kühlung an die Küche angebaut und ein Jugendanbau erfolgte vor einigen Jahren mit einer behinderten gerechten Toilette, zwei Jugendräumen und einem Abstellraum. Im letzten Jahr erhielt das Büro neue Schränke und diverse Sachen wurden aussortiert. Die Nutzung der Räumlichkeiten geht über die Familien-, Mutter-Kind-, Senioren- und Jugendgruppen bis hin zu Veranstaltungen der Pfarrei, dem Kindergarten, der Stadt Osterhofen (Wahllokal, Ferienspaß) bis hin zu gewerblichen Nutzern wie VHS, Klinikum, Spieletreff, Karateclub, Briefmarkenfreunde, Bildungswerk, Kasperltheater, Weight Watchers und dem Kurs „Leichter Leben“ sowie dem Internationalen Familientreff. Auch einige private Vermietungen und eine Ministrantengruppe aus München, die eine Woche Urlaub in Osterhofen machte und hier beste Bedingungen im und am Kolpinghaus vorfand, wurden erwähnt. Dauermieter sind auch der Kolping-Spielmannszug, die St. Antonie Bläser und das Kolping Musikstudio. Neuerdings gibt es auch eine Anfrage einer Tanzschule. Erfreuliche ist auch, dass es wieder eine aktive Jungendgruppe von Jungkolping unter der Leitung von Thomas Rohrmoser geben wird. Die Aufnahmefeier erfolgt am 19. März bei der Josefifeier der KF. Das Kolpinghaus ist zu 75 % ausgelastet und hier richtete Einhell einen besonderen Dank an die Reinigungskraft Hanelore Zelzer, die sich vorbildlich um die Sauberhaltung des Hauses kümmert. Ebenso dankte Einhell dem ehrenamtlichem „Hausmeister“ Hans Jodeit, dem EDV Beauftragten Alfons Aigner, den unermüdlichen Helfern Ade Erndl, Franz Stern, Walter Mayer und Alois Auer sowie weiteren Helfern der KF bei Unterhaltungsmaßnahmen wie die Reinigung der Dachrinnen, Tünchen der Räume und Ausbesserungsarbeiten. Einen positiven Kassenbericht erstattete Schatzmeister Kurt Köhlnberger, der anschließend von den Kassenprüfern Werner Kapfhammer und Alexander Springer für die saubere Kassenführung gelobt wurde. Die Vorstandschaft wurde beauftragt 90 Stühle für den Saal anzuschaffen, wobei noch ein Musterstuhl angefordert werden soll, damit ein Vergleich verschiedener Ausführungen möglich ist. Da in der Kinderkrippe und im Kindergarten nebenan mehr Platz benötigt wird, ist der Bau eines Gerätehauses durch die Stadt Osterhofen zur Nutzung für den Kindergarten auf dem bisherigen Grillplatz hinter dem Kolpinghaus vorgesehen. Die Vorstandschaft sagte hier grundsätzlich eine Genehmigung zu. Die Neuwahlen ergaben anschließend nur eine Änderung. Ludwig Einhell übergab sein Amt an Adalbert Erndl. Alle Vorstandsposten wurden einstimmig besetzt. Wahlleiter Harald Binder hatte hier eine leichte Aufgabe. Präses Hans Herlinger dankte abschließend Ludwig Einhell für dessen großartige Leistung im Vorstandsamt über eine so lange Zeit hinweg. Besonders in der Bauphase habe sich Einhell verdienst gemacht. Er gab ihm den Titel „Ludwig der unermüdliche“. Auch Diözesanpräses Meister (geborenes Mitglied im Hausbauverein) dankte dem bisherigen Vorstand für die Kontinuität und die Ausstrahlungskraft mit welcher die Vorstandsmitglieder stets bemüht sind, das Kolpinghaus in Schuss zu halten. Dazu gab es ein Teelicht, das symbolisieren soll, dass gemäß Adolph Kolpings Worte die guten Taten nicht unter den Scheffel gestellt werden sollen, sondern die guten Werke solle man sehen. „Ihr seid das Licht der Welt“, dies sei eine wichtige Botschaft, der wir uns immer wieder erinnern sollen, so der Geistliche aus Obernzell bei Passau.

 

(die neu gewählte Vorstandschaft von links nach rechts): Alexander Springer und Werner Kapfhammer (Kassenprüfer), Walter Mayer (Schriftführer), Kurt Köhlnberger (Schatzmeister), Ludwig Einhell, Adalbert Erndl (1. Vorstand), Präses Hans Herlinger (2. Vorstand), Harald Binder (Kolpingwerk Passau, Diözesangeschäftsführer und Berater für Kolpinghäuser) und Diözesanpräses Peter Meister.